Es werde Licht…

Ein viel umstrittenes Thema in der Szene, wir versuchen hier „etwas Licht“ reinzubringen…

Ganz am Anfang stellt sich natürlich wie immer die Frage: „was will ich mit der Ausrüstung (in diesem Fall der Lampe) erreichen, welche Tauchgänge möchte ich absolvieren?“ Genau da setzen wir an.

Im Moment gibt es zwei führende Technologien auf dem Lampensektor: HID (High Intensity Discharge) oder LED (Light Emitting Diode), wobei sich hier ganz klar der Trend in Richtung LED abzeichnet. Begründet wird das durch mehrere Punkte:

  • Größe
  • Stromverbrauch
  • Robustheit
  • Ersatzteilverfügbarkeit

Wenn man sich im Größenvergleich einen HID Kopf und einen LED Kopf ansieht, erkennt man leicht, dass der LED Kopf nur ca. ein Drittel der Größe des HID Kopfes ausmacht. Das macht sich natürlich besonders in der Handhabung der Lampe bemerkbar.

Foto 2Beim Stromverbrauch gilt die Faustregel, dass ein HID Lampenkopf ungefähr das doppelte bis 2,5 fache an Strom verbraucht wie ein LED Lampenkopf. (Bitte nicht auf diese Werte festnageln, genauen Aufschluss darüber gibt das Datenblatt des Lampenkopfes). Bei einem LED Lampenkopf welcher 1Ah Strom zieht könnte man die Lampe mit einem 9Ah Akku also 9 Stunden lang betreiben. Das ist schon mal ein Wochenende am See ohne aufladen zu müssen. Bei einem HID Lampenkopf verkürzt sich das Vernügen auf ca. 3,5 – 4 Stunden. Gerade Höhlentaucher sollten sich hierbei Gedanken über den richtigen Lampenkopf bzw. ausreichend Akkuleistung machen.

Zum Thema Höhlentaucher auch ein kurzes (wenn vielleicht auch extremes) Beispiel: Um im Falle des Falles auch über ausreichend Licht zu verfügen wird (als zusätzliches Backup zu den beiden ohnehin schon extrem starken Backuplampen) ein zweiter LED Lampenkopf mitgeführt. Dank E/O Cord ist der Austausch kein Problem und innerhalb weniger Augenblicke erledigt.

Wem schon einmal der HID Lampenkopf kurz vor einem Tauchgang auf dem Parkplatz runtergefallen ist, weil er nicht ordentlich abgeklippt war, der hat sich sicher auch schon Gedanken über die Robustheit oder der Verfügbarkeit der Ersatzteile gemacht. Auch das sollte man nicht ausser Acht lassen, für einige ältere Modelle sind passende Ersatzteile nur noch schwer aufzutreiben.

Jeder fängt mal klein an, meine erste(n) Lampen waren Backuplampen von Heser, mit denen wurde die Zeit bis zur ersten eigenen Tanklampe überbrückt. Meine erste Lampe war eine 21W HID „Havoc“ von Salvo mit 20Ah Tank. Leider war die Lampe nicht zu einem Heizsystem kompatibel, deswegen erfolgte der Umstieg auf eine 21W HID von YellowDiving mit 10Ah Tank, welche ich seit mittlerweile 4 Jahren in Betrieb habe und mit der ich nach wie vor sehr zufrieden bin.

Genau diese Erfahrung ist der Grund warum ich keine Lampen mit Elektronik im Akkutank verkaufe – die Ausgangsspannung ist zu hoch und der Betrieb eines Heizsystems somit nicht möglich.

Bei den Backuplampen haben ich mit LightMonkey einen Hersteller gefunden, der robuste Lampen nach dem Vorbild der „Heser“ zu einem vernünftigen Preis und in sehr guter Qualität herstellt. Die Backuplampen gibt es in zwei Größen, einmal die „normale“ mit ca. 20cm Länge und einmal als kurze Version mit 13cm Länge.

Die kurze Backuplampe findet durchaus Anklang bei technischen Tauchern, das aus mehreren Gründen:

  • die Lichtausbeute steht der 20cm Backuplampe um fast nichts nach
    (2Watt zu 3Watt)
  • die kurze Lampe kann auf der rechten Seite des Harness befestigt werden, um bei Verwendung eines großen Akkutanks nicht zu behindern
  • die kurze Lampe wird an einem Karabiner befestigt einfach in der Beintasche mitgeführt. (Das mache ich selbst bei Höhlentauchgängen, sicher ist sicher und die kleine Lampe nimmt kaum Platz weg)

Foto 5

Das einzige „Manko“ bei der kleinen Backuplampe ist, dass spezielle Batterien (CR123A / Fotobatterien) benötigt werden, die mitunter nicht überall zu erwerben sind. Ich habe diese Batterien selbstverständlich auf Lager. Die großen Backuplampen werden mit
3 Stück handelsüblichen Baby C Batterien betrieben.

Foto 3Kurz noch zur Befestigung von Karabinern an den Lampen. Ich rate dringenst davon ab, zur Befestigung Kabelbinder zu verwenden. So gut diese bei Mundstücken auf Atemreglern halten, so einfach können sich diese bei den Lampen öffnen und diese verschwindet in der Tiefe. Lieber mit Caveline befestigen, das hält auf jeden Fall. Bei der Befestigung bin ich natürlich gerne behilflich bzw. zeige euch wie das funktioniert.

Alle gezeigten Lampen, sei es jetzt eine Tanklampe oder eine Backuplampe sind im Webshop zu finden. Wer eine Tanklampe vor dem Kauf ausprobieren möchte, kann dies bei mir sehr gerne gegen eine Verleihgebühr in Höhe von EUR 20,- machen. Die Gebühr wird dann beim Kauf eines Lampensystems natürlich vom Kaufpreis abgezogen.

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